DiaTec 2020: Diabeloop-Symposium zu künstlicher Intelligenz im Management des Typ-1-Diabetes

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Diabeloop-Algorithmus entlastet Patienten mit Typ-1-Diabetes
von therapeutischen Entscheidungen.

Anlässlich der diesjährigen DiaTec informierte das französische Unternehmen Diabeloop in einem wissenschaftlichen Symposium über die Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) und Algorithmen für das Diabetes-Management. Drei hochkarätige Speaker gewährten dabei u.a. Einblicke in die Performance des selbstlernenden Algorithmus des Hybrid-Closed-Loop-Systems von Diabeloop.

Unter dem Schwerpunktthema «Big Data – Arzt oder Algorithmus?» kamen die Teilnehmer der diesjährigen DiaTec zusammen, um im Rahmen des Diabeloop-Symposiums neueste Kenntnisse über die Nutzung und Effektivität intelligenter Algorithmen am Beispiel des DBLG1 zu gewinnen. 

Nach einem Vortrag von Wissenschaftler und Philosoph Jürgen Geuter zu künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen als Zukunftstechnologie im täglichen Leben folgte die Präsentation des Hybrid-Closed-Loop-Systems von Diabeloop. Erik Huneker, CEO von Diabeloop, stellte transparent dar, inwiefern KI beim DBLG1 zur sicheren Automatisierung und Personalisierung der Insulindosierung beiträgt. Der selbstlernende Diabeloop-Algorithmus nutzt dabei drei Standardparameter, die seitens des Patienten je nach Therapieziel jederzeit individuell angepasst werden können: Das Gewicht, die Tagesinsulindosis sowie die Anzahl der Kohlenhydrate in den kleinen, durchschnittlichen und großen Mahlzeiten jedes Patienten.

“Als wir das DBLG1 entwickelten standen drei Dinge im Fokus: Hyperglykämien und Hypoglykämien sowie die tägliche Belastung für Menschen mit Typ-1-Diabetes zu reduzieren. Unser System schafft all das. Das DBLG1 trifft im Grunde die Entscheidungen, die ein Arzt, eine Krankenschwester, oder ein erfahrener Patient in jeder gegebenen Situation unter Berücksichtigung der Mahlzeiten, des Insulin- und Glukosespiegels treffen würde und automatisiert sie“ – erklärt Erik Huneker.

Die Nutzung des Hybrid-Closed-Loop-Systems unter realen Bedingungen zeigte, dass 50 % der Patienten in der ersten Woche keinen Parameter änderten, um im Zielglukosebereich zu bleiben. Nach 8 Wochen der Nutzung waren es noch weniger Patienten, die ihre Standardparameter anpassten.

«Eine kleine Minderheit der Patienten von 10-15 % passt ihre Parameter 5 Mal pro Woche an, was wir jedoch erwartet haben. Einige Patienten möchten die Kontrolle über ihr Diabetes-Management behalten, einige fühlen sich wohl, Kontrolle abzugeben», so Erik Huneker.

Auch die vorgestellten Cases aus dem Alltag von Patienten belegen den Nutzen des DBLG1. So lag eine Patientin, die nur etwa 20 % ihrer Mahlzeiten angab rund 55 % pro Tag im Zielglukosebereich. Ein weiterer Patient verbrachte nach einem Burger Menü mit 200 g Kohlenhydraten sogar 98 % der nächsten 24 Stunden im Zielglukosebreich. 

Dr. Katarina Braune von der Berliner Charité widmete sich im abschließenden Vortrag noch einmal detaillierter der Effektivität des DBLG1 anhand neuester klinischer Daten der SP7-Studie. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass das Hybrid-Closed-Loop-System Patienten täglich rund 2 Stunden mehr im Zielglukosebereich ermöglicht. Zudem konnte die Zeitspanne im Hypoglykämiebereich um mehr als die Hälfte reduziert werden, was 30 Minuten weniger pro Tag im niedrigen Glukosebereich entspricht. Im Vergleich zur sensorunterstützten Pumpentherapie erreichte das DBLG1 zum Pre-Launch 2019 ein Verbesserung der «Time-in-range» von 18,2 %*. Darüber hinaus wurde kein signifikanter Unterschied der Zeit im Zielglukosebereich zwischen Sportlern (68,2 %) und Nicht-Sportlern (69,1 %) festgestellt, sodass das DBLG1 ein autonomes Diabetes-Management mit oder ohne körperliche Aktivität ermöglicht. 

*Nicht-klinische, real-life Patienten-Kohorte, interne Diabeloop-Daten, November 2019, data on file.

 

Über DiaTec

In den vergangenen Jahren hat sich die DiaTec als wichtige Plattform für das interessierte Fachpublikum im deutschsprachigen Raum zum Thema Diabetes-Technologie & Digitalisierung etabliert. Die dreitägige Fortbildungsveranstaltung bietet Teilnehmern neben Seminaren und Workshops zudem Symposien mit hochkarätigen Vorträgen. In einem wissenschaftlichen Rahmen werden die Bedeutung und Fortschritte von KI und maschinellem Lernen für die Diabetestherapie vorgestellt und diskutiert. 

 

Über Diabeloop

Diabeloops Mission: Menschen mit Typ-1-Diabetes von dutzenden therapeutischen Entscheidungen zu entlasten und die damit einhergehende psychische Belastung zu reduzieren. Ursprünglich aus einem medizinischen Forschungsprojekt hervorgegangen, wurde Diabeloop 2015 von Dr. Guillaume Charpentier, jetzt Chief Medical Officer, und Erik Huneker gegründet, die das Unternehmen seit 2016 gemeinsam mit Marc Julien leiten. Dieses sich einander ergänzende Team arbeitet mit erfahrenen Partnern zusammen, CEA-Leti (einem Forschungslabor) und CERITD (einem französischen Forscherteam von Diabetologen). Im November 2018 erhielt DBLG1, Diabeloops erstes Medizingerät zum automatisierten Diabetesmanagement, die CE-Kennzeichnung. Eine zweite Finanzierungsrunde von 31 Millionen Euro wurde im November 2019 abgeschlossen, um die internationale, Markteinführung des DBLG1 iControllers zu beschleunigen und ein ehrgeiziges Forschungs- & Entwicklungsprogramm zu unterstützen. Heute vereint Diabeloop die Persönlichkeit, die Leidenschaft und die Fähigkeiten von 70 talentierten Menschen, die hart daran arbeiten, die Lebensqualität jedes Menschen mit Typ-1-Diabetes zu verbessern. 

Diabeloop & DBLG1 sind eingetragene Marken von Diabeloop  in Europa und Frankreich.

 

Pressekontakt:

Spiegel Institut Communication
Bettina Weber
Tel. 0621-728 44 444
b.weber@spiegel-institut.de